Als der Elefant die Freiheit fand

Manchmal begleiten uns Überzeugungen ein Leben lang, ohne dass wir sie noch hinterfragen. Wir halten etwas für unmöglich, obwohl sich die Voraussetzungen längst verändert haben. Solche inneren Überzeugungen nennt man heute häufig „Glaubenssätze“.

In seinem Buch Wie ein Elefant die Freiheit fand erzählt Jorge Bucay eine einfache und zugleich tief berührende Geschichte: Ein großer, kräftiger Elefant bleibt an einem kleinen Holzpflock angebunden stehen, obwohl er ihn mühelos herausziehen könnte. Als junges Tier hatte er immer wieder versucht, sich zu befreien – vergeblich. Irgendwann gab er auf. Die Erfahrung „Ich schaffe das nicht“ wurde zu seiner inneren Wahrheit.

Buchcover KJB Verlag
Buchcover: KJB Verlag
Ein Bilderbuch nicht nur für Kinder!

Auch wir Menschen tragen oft solche inneren Sätze in uns:

Das kann ich nicht.

Ich bin nicht gut genug.

Ich darf keine Fehler machen.

So bin ich eben.

Viele dieser Überzeugungen sind irgendwann aus Erfahrungen entstanden, die damals vielleicht sinnvoll oder verständlich waren. Problematisch wird es erst, wenn sie uns später daran hindern, neue Erfahrungen zu machen und Entwicklung zuzulassen.
Das Buch erinnert daran, wie stark unser Denken und Fühlen miteinander verbunden sind. Nicht selten begrenzen uns weniger die äußeren Möglichkeiten als die inneren Vorstellungen darüber, was möglich wäre.

Vielleicht beginnt Freiheit manchmal mit einer einzigen Frage:
Stimmt das eigentlich wirklich noch, woran ich so lange geglaubt habe?

WD EB BW 260225