Zitat des Monats April

Gewohnheit ist Gewohnheit,
und kein Mensch kann sie einfach aus dem Fenster werfen –
man muss sie behutsam die Treppe hinunterlocken,
Stufe für Stufe.

(Mark Twain)

Im Gespräch von Anja und Waltraut über das Zitat von Mark Twain wird deutlich, dass Gewohnheiten nicht einfach abgelegt werden können, sondern sich Schritt für Schritt verändern. Gewohnheiten entstehen häufig in Situationen, in denen sie uns Stabilität, Sicherheit oder Entlastung gegeben haben. Deshalb verdienen sie zunächst Anerkennung, bevor Veränderung möglich wird.

Im Kontext der Entwicklungsbegleitung wird der Gedanke aufgegriffen, Gewohnheiten nicht zu bekämpfen, sondern sie behutsam zu begleiten. Veränderung braucht Zeit, Geduld und eine freundliche Haltung sich selbst gegenüber. Erst wenn ein inneres Fundament vorhanden ist, kann Neues entstehen. Dabei bleibt oft offen, wodurch eine Gewohnheit ersetzt wird – Veränderung zeigt sich als fließender Prozess, der Vertrauen erfordert.

So verbindet das Zitat die Idee von Entwicklung mit einer Haltung von Selbstannahme: Nicht der schnelle Bruch führt weiter, sondern ein achtsamer Umgang mit dem, was einmal sinnvoll war und sich nun wandeln darf.

Zitat des Monats April